Alternative Heilmethoden

Alternative Heilmethoden sind allgemeine Therapieansätze, die eine Alternative und/oder ergänzend zur herkömmlichen klassischen Medizin sind. Dabei sind viele der Behandlungsmöglichkeiten von der klassischen Medizin gar nicht so weit weg und werden inzwischen auch von Tierärzten ins Therapiekonzept mit aufgenommen. Die meisten Methoden greifen auf die Natur zurück, den eigentlichen Ursprung des Organismus des Tieres. Die meisten alternativen Therapien bedienen sich natürlicher Heilpflanzen, der Homöopathie, Bachblütentherapie, sowie der Regulationstherapie die den Energiefluss und die Selbstheilungskräfte des Tieres aktivieren sollen.

In der alternativen Medizin und Behandlung geht es nicht nur darum, die Symptome zu behandeln. Im Mittelpunkt steht das Tier als Ganzes, das heißt, sowohl die Psyche, die Ernährung und das Drumherum wird berücksichtigt. Dieses Ganzheitliche ermöglicht eine auf das Tier zugeschnittene Behandlungsform, wie sie aus Zeitmangel und Kostendruck in der Schulmedizin oft nicht möglich ist. Das ist für viele Tierbesitzer oft der Grund, den alternativen Heilmethoden eine Chance zu geben. Denn oft bedarf die Behandlung von chronischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten einen ganzheitlichen Weg. Ich nehme mir Zeit für ein Gespräche und für die Anamnese und gehe auch auf die psychischen Faktoren ein. Daraus folgt ein ganzheitlicher Ansatz um dem Tier zu helfen.

Physiotherapie

 Durch die Physiotherapie wird versucht, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Hundes durch passive und/oder aktive Maßnahmen zu verbessern. Es dreht sich alles um das Wiederherstellen der natürlichen Funktion des Organismus des Hundes.                   

Es gibt in der Physiotherapie aber nicht den einen Weg, es gibt viele Therapiemöglichkeiten und unterschiedlichste Problematiken, bei denen der Hund Unterstützung benötigt.

Am Anfang einer Therapie steht aber immer eine spezifische Untersuchung des Hundes. Hier wird der Hund auf mögliche Funktions-, Bewegungs-, und Aktivitätseinschränkungen hin überprüft, damit die Behandlung und das Training individuell auf den Hund und dessen Problematik angepaßt werden kann.

Ganz allgemein formuliert, jede physiotherapeutische Anwendung hat zum Ziel, den Bewegungsapparat des Hundes zu verbessern und dadurch die Lebensqualität  zu steigern. Je nach Problematik können die unterschiedlichsten Wege notwendig sein. Denn jedes Individuum ist unterschiedlich und auch so zu betrachten.

  • Gelenkmobilisation
  • Muskelentspannung
  • Auflösen von Muskelverhärtungen
  • Bewegungstherapie 
  • Thermotherapie
  • Massagen
  • Therapieunterstützend
  • Laserakupunktur/Laserdusche 
  • Neural- und/oder Mesotherapie
  • Blutegel
  • Homöopathie
  • Phytoherapie

Mittlerweile wird die Physiotherapie beim Hund auch immer mehr vorbeugend angewendet. Durch gezielte Maßnahmen wie Balancetraining, Hundefitness oder aktives Muskelaufbau- und Gleichgewichtstraining wird präventiv der Bewegungsapparat stabilisiert.

Welpen 

Ein physiotherapeutischer Check und Balancetraining beim Welpen hat sich bereits bewährt ,ist aber leider sehr wenig bekannt.

Auffälligkeiten am Skelett und der Muskulatur werden frühzeitig erkannt.

Blockierungen an den Gelenken und der Wirbelsäule, welche durch die Geburt oder beim toben mit den anderen Welpen auftreten, können festgestellt werden

Gerade das Skelett des Welpen ist noch durch dessen Weichheit sehr instabil und die Muskulatur noch nicht sehr stark ausgeprägt, als das sie die Gelenke unterstützend stabilisieren könnte.

Im Verlauf des Wachstums können aufgrund solcher Blockierungen im Welpenalter weitere Probleme auftreten. Der Welpe begibt sich dadurch in eine Schonhaltung, die dazu führt, dass andere Gelenke überbeansprucht werden. Die Folgen sind in späteren Leben Schmerz und Unbeweglichkeit der Gelenke.

Kosten und Ablauf einer physiotherapeutische Behandlung

Die Abrechnung der Untersuchungen und Behandlungen erfolgt, wie für Tierheilpraktiker und Tierphysiotherapeuten üblich. In diesem Fall ist für physiotherapeutische Behandlungen der Zeitfaktor maßgeblich.

Eingangsuntersuchung

Während der Eingangsuntersuchung erfolgt zunächst ein Anamnesegespräch, danach eine ausführliche physiotherapeutische Untersuchung mit Anamnese und Besprechung. Erst eine genaue Untersuchung mit Anamnese ermöglicht eine erfolgreiche Therapie. 

Dabei werden schon erste Behandlungen durchgeführt, ein Therapieplan erstellt und Ihnen als Besitzer erste Übungen gezeigt, die Sie mit Ihrem Tier zuhause durchführen können.

Die Dauer dieser Untersuchung und Erstbehandlung umfasst ca. 60 bis 75 Minuten und kostet 60,00 – 80,00 € inkl. Mehrwertsteuer. 

Für die Eingangsuntersuchung ist es hilfreich, wenn Sie bereits vorhandene Untersuchungsunterlagen (z. B. Röntgenbilder, Überweisung vom Haustierarzt) mitbringen.

Weitere physiotherapeutische Behandlung

Je nach Therapieplan sind weitere Behandlungseinheiten in zunehmenden Zeitabständen erforderlich. Die Kosten für die Folgebehandlungen werden nach Zeitfaktor pro Viertelstunde mit 15,00 € inkl. MwSt. berechnet. 

Osteopathische Behandlung 

Erstbehandlung 

2-3 Folgebehandlungen in Abstand von 2-4 Wochen, Behandlungsdauer jeweils etwa 45 Minuten

Kosten 30,- bis 60,-  € inkl. Mehrwertsteuer

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie, eine Regulationstherapie ist benannt nach ihren Entdeckern Ferdinand und Walter Huneke, dabei wird ein Mittel kurz unter die Haut, sogenanntes Quaddeln, injiziert.

Ziel dieser Behandlung ist es aus naturheilkundlicher Sichtweise, mittels der Injektion in die Haut, bestimmte Reflexzonen (die sog. Headschen Zonen) sowie gestörte Funktionen positiv zu beeinflussen. Das Mittel, ein leichtes Anästhetikum oder ein homöopathisches Mittel soll helfen, das vegetative Nervensystem zu beeinflussen und damit den Organismus des Hundes wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Neuraltherapie wird erfahrungsgemäß angewendet, um Störfelder zu entstören und dadurch den Organismus des Hundes wieder positiv zu beeinflussen. Durch eine Injektion kann eine schnell eintretende Beseitigung der Beschwerden eintreten. Man spricht in diesem Fall von dem Sekundenphänomen, welches nach Huneke ein Krankheitsherd darstellt, das eine Fernstörung verursacht.

Störfelder erkennt man relativ schnell durch den Test mit der Kiblerschen Hautfalte. Dabei werden am Rücken vom Schwanz (kaudal) bis zum Kopf (crania) des Hundes Hautfalten gelegt, diese sollten sich dann klar ablösen lassen. Passiert das gar nicht, oder nur sehr schwer, befinden sich darunter Muskelverhärtungen, sogenannte Myogelosen. Diese sollten dann gelöst werden, damit der Hund wieder ins Gleichgewicht kommt.

Akupunktur

Die Akupunktur (Acus = Nadel, punctura = Einstich) ist eine von zahlreichen Methoden, die zur Behandlung Ihres Tieres eingesetzt werden kann. Sie basiert darauf, dass spezifische Körperpunkte stimuliert werden. Durch die Stimulation verändern sich verschiedene biochemische und physiologische Zustände, das Gleichgewicht im Körper wird wieder hergestellt und die Ursache von Störungen behoben.

Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Sie wird seit fast 4000 Jahren erfolgreich bei Tieren und Menschen angewandt. Auch heute noch ist sie bei vielen gesundheitlichen Problemen die Behandlung der Wahl für ein Viertel der Weltbevölkerung. Mittlerweile wird sie von einer zunehmenden Zahl von Therapeuten für verschiedene Störungen eingesetzt. Sie ist kein Allheilmittel, dennoch kann sie, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird, gute Behandlungserfolge erzielen.

Bei welchen Erkrankungen kann Akupunktur eingesetzt werden?

Die Akupunktur schließt eine Lücke zwischen der medikamentösen und der chirurgischen Behandlung. Im Westen wird sie vorwiegend angewandt, wenn Medikamente nicht wirken oder zu starke Nebenwirkungen haben und wenn eine Operation für das Tier nicht infrage kommt.
In China wird sie häufig als primäre Behandlungsform noch vor der konventionellen und chirurgischen Therapie eingesetzt. 

Bei Kleintieren wird Akupunktur vor allem angewandt bei:

Störungen des Bewegungsapparats,

z.B. Hüftgelenksdysplasie, Arthritis, Bandscheibenprobleme, Verletzungsfolgen 

Hauterkrankungen,
z.B. Leckgranulom oder sensorische Neurodermitis 

Störungen des Nervensystems,
z.B. Nervenverletzungen, bestimmte Arten von Lähmungen 

Atemwegserkrankungen, z.B. Asthma bronchiale….

Akupunktur wird am häufigsten bei folgenden Störungen angewandt:

Störungen des Bewegungsapparats,

z.B. Rückenprobleme, Podotrochlose (chronische Form der Hufrollenerkrankung), Laminitis (Hufrehe), Tendinitis (Sehnenentzündung), zahlreiche andere Lahmheitserscheinungen Störungen des Nervensystems, z.B. Nervenverletzungen 

Schmerztherapie bei und nach Operationen Atemwegserkrankungen

Wie funktioniert Akupunktur?

Man weiß inzwischen, dass Akupunktur alle wichtigen physiologischen Systeme beeinflusst. Primär wirkt sie über das Zentralnervensystem, das auf Bewegungsapparat, Hormonsystem und Herz-Kreislauf-System wirkt.
Akupunktur kann mehr als nur Schmerzlinderung bewirken. Die Wirkung hängt dabei von der behandelten Störung und der Wahl der behandelten Punkte ab.

Die wichtigsten Wirkungen der Akupunktur sind:

sie verbessert die Durchblutung, 

sie bewirkt die Freisetzung zahlreicher Neurotransmitter und Neurohormone; unter anderem fördert sie die Ausschüttung von Endorphinen (natürliche schmerzlindernde Hormone des Körpers),
sie lindert Muskelkrämpfe,
sie stimuliert die Nerven und das Immunsystem des Körpers. Daneben hat sie noch zahlreiche weitere positive Wirkungen.
Nach der chinesischen Philosophie entsteht Krankheit durch ein energetisches Ungleichgewicht im Körper.

Akupunkturtherapie soll die Energie ausgleichen, den Energiefluss korrigieren und dadurch zur Heilung beitragen.

Ist Akupunktur schmerzhaft?

Wie reagiert das Tier darauf?

Akupunktur wird traditionell mit sterilisierten dünnen speziellen Akupunkturnadeln durchgeführt. Gelegentlich tritt ein kurzer Schmerzmoment auf, wenn die Nadel in bestimmten empfindlichen Bereichen die Haut durchsticht. Sobald die Nadel am Platz ist, entspannen sich die meisten Tiere und schlafen sogar häufig während der Behandlung ein.

Ich behandele Pferde und Hunde fast ausschließlich mit einem gepulsten 120 Watt-Laser, der die Akupunkturpunkte mittels Laserlicht stimuliert. Das ist für die Tiere absolut schmerzfrei und meist sehr angenehm. Oft schlafen sie während oder nach der Behandlung ein.
Während dies bei Nadeln möglich ist, bleibt beim Lasern keine unangenehme Erinnerung an die Behandlung zurück.
Mit dem Laser kann man außerdem auch Störfelder entstören, was oft wesentlich für eine Heilung ist (siehe Störfelder).

Wie sicher ist Akupunktur?

Akupunktur ist eine der sichersten Therapieformen, wenn sie von einem kompetenten Akupunkteur durchgeführt wird. Nebenwirkungen treten nur in Ausnahmefällen auf. Gelegentlich verschlechtert sich der Zustand eines Tieres vorübergehend, bevor eine Besserung eintritt. Da Akupunktur auf die Selbstheilungskräfte des Körpers wirkt und keine chemischen Substanzen eingesetzt werden, kommt es nur sehr selten, wenn überhaupt, zu Komplikationen.

Kopiervorlage aus:
Schoen: Akupunktur in der Tiermedizin © 2003 URBAN & FISCHER Verlag München

Lasertherapie

Dies ist eine Kombination aus zwei selbstständigen Behandlungsverfahren, die sich in ihrer Wirkung harmonisch ergänzen.

Die so genannte Low-Level-Laser Therapie (bis 900 nm) wird zur Behandlung krankhaften Gewebes mit Laserbestrahlung eingesetzt und mit der klassischen Akupunktur durch Laserlicht (anstelle von Nadeln) begleitet.

Kranke Zellen, gerade bei Wunden oder Sehnenschäden, benötigen zur Heilung einen besonders hohen Energiebedarf, den der Laser bereitstellt. Für den Abbau von Trümmerbausteinen und die Synthese von neuen Bauelementen für das erkrankte Gewebe (Wunden, Sehnen, Muskeln, usw.) stellt das Laserlicht die erforderliche Energie schneller bereit und beschleunigt die Heilung.

Durch die Laserakupunktur werden zusätzliche Energieschübe in den Nervenzellen, wie auch durch die Akupunktur mit Nadeln, die Selbstheilungskräfte aktiviert und das energetische Gleichgewicht wieder hergestellt. Ebenso kann ein überstarkellen des Akupunkturpunktes zur Abblockung von Reizen führen, womit die erwiesene Schmerzreduktion durch den Laser zu erklären ist.

Eine optimale Behandlung besteht aus der Kombination beider Methoden, ist schmerzlos, aseptisch und sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden einsetzbar.

Laserbestrahlungen bewirken:

  • – Steigerung der ATP-Synthese um 150 %
  • – Vermehrung der Kollagenfasern
  • – Anregung des zellulären Stoffwechsels
  • – Verbesserung der Kapillardurchblutung
  • – Verstärkung der Aderneubildung
  • – Erhöhung der Antikörperbildung
  • – Steigerung der Zugfestigkeit bei Wunden
  • – Anstieg spezifischer Enzyme

Indikationen für Lasertherapie:

– Haut / Schleimhaut
sämtliche Formen der Dermatosen, alle Herpesformen, Ekzeme, etc.

– Gewebe

Wunden, gestörte Wundheilung, Nachbehandlung von OP-Wunden,
verhärtetem Narbengewebe, Transplantationen, Verbrennungen, Hämatome, Ulzera
– Nerven
Förderung der Nervenheilung bei Läsionen oder Repturen, Neuralgien,
Nervenschmerzen, Arthritis
– Entzündungen
Alle Arten von Entzündungen und Ödemen
– Knochen und Gelenke
Athrosen, Knochenbrüche, Osteoporose
– Wirbelsäulenerkrankungen
Spasmen, Verspannungen, Distorisionen, HWS-BWS-LWS-Syndromen
– Innere Erkrankungen
Darm-, Haut-, Herz-, Lebererkrankungen
– Erkrankungen des Urogenitaltraktes
– Erkrankungen des Respirationstraktes
chronische Bronchitis, Kehlkopfpfeifen

 

Homöopathie

Homöopathie wird häufig als die Wunderheilmethode ohne Nebenwirkung angepriesen. Beides kann nicht stimmen. Jede Heilmethode hat seine Grenzen.
Der Grundgedanke der Homöopathie ist
Ähnliches mit Ähnlichem heilen….

Hilfe zur Selbsthilfe?

Der Organismus soll mit seinen eigenen Regulationsmechanismen dazu gebracht werden, mit den Symptomen „selber klar zu kommen“. Das homöopathische Mittel wird lediglich als „Anschub“ für das innere System verstanden.
Scheinbar arrangiert sich manchmal der Körper mit Krankheitssymptomen und „arbeitet“ nicht dagegen an. Gibt man nun eine Arznei, die im gesunden Organismus im Stande ist ähnliche Symptome hervorzubringen, die der Kranke zeigt, ist das homöopathische Arzneimittel in der Lage die „Selbstheilungskräfte“ zu wecken.

Welches Arzneimittelbild paßt?

Dies ist ein ganz zentraler Grundpfeiler der Homöopathie. Gesunde Menschen haben die Ur-Substanz (keine homöopathische Aufbereitung) innerhalb sogenannter Arzeimittelprüfungen zu sich genommen. Die auftretenden (Krankheits-)Symptome wurden gesammelt.

Diese Arzneimittelbilder (Symptom-Sammlungen) sind über Jahrzehnte gewachsen. Hinzu kamen aufgrund der homöopathischen Behandlung Erfahrungen aus der Praxis.

Die Gabe eines homöopathischen Mittels erzeugt Symptome!

Das ist einer der Grundgedanken der Homöopathie. Ein Mittel, das keine Symptome erzeugt, wäre kein homöopathisches Arzneimittel!

Was bedeutet Potenzierung?

In dieser Idee beweist sich die jahrelange Erfahrung des Therapeuten. Es gilt zu entscheiden, wie stark der Reiz durch das homöopathische Mittel auf den Körper sein darf, damit der jeweilige kranke Organismus reagieren kann.
Als grobe Faustregel gilt:
D-Potenzen haben eine nicht ganz so tiefgreifende und lang andauernde Wirkung wie C-Potenzen. D-Potenzen wirken eher organotrop (mehr auf den Körper bezogen) und C-Potenzen erreichen eher auch die Psyche.
Je höher die Potenz (die Zahlen hinter dem D- oder C- werden größer) desto mehr Schaden kann mit einem falsch gewähltem Mittel angerichtet werden. Ein passend gewähltes Mittel kann als Hochpotenz hervorragende Wirkung zeigen und den Organismus entsprechend umstimmen.

Wann Homöopathie?

Hier beginnt die Schwierigkeit der Tier-Homöopathie!
Die Homöopathie ist aufgrund von Erfahrungen und Beobachtungen beim Menschen entstanden. Die Arzneimittelbilder beinhalten so fein unterscheidbare Symptome, die wir auf das Tier kaum übertragen können.
z.B. die Schmerzqualität (ziehend, reißend, pulsierend uvm) können wir bei unseren Tieren nicht wirklich erahnen.
Die Gefahr, dass Reaktionen von Tieren vermenschlicht und dann passend „gemacht werden“ um Ähnlichkeiten zu bestimmten Arzneimittelbilder zu finden, ist groß.

Wichtig!
Ein kranker Organismus kann bei weitem nicht so viele (Aussen-)Reize verkraften wie ein gesunder Körper. Das „Ausprobieren“ von homöopathischen Mitteln kann den Organismus auch zusätzlich schwächen.
Wie oben erwähnt: Jedes Mittel erzeugt Symptome.
Das falsche Mittel für ein erkranktes Tier erzeugt neben den bereits vorhandenen Krankheitszeichen noch zusätzliche Symptome, statt eine Linderung zu bringen.
Hauchfeine Impulse genügen, um einen sehr kranken Körper anzustoßen.
Homöopathie erscheint aufgrund der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Bücher so einfach in der Handhabung. Dennoch möchte ich sensibilisieren, um den Tierbesitzer zur Beobachtung anzuregen.
Die weitverbreitete Homöopathie-Literatur bitte ich mit der notwendigen Skepsis zu lesen: So einfach, wie uns manche Bücher die Überwindung von Krankheitssymptomen beim Tier erscheinen lassen, ist es nicht.
Die Homöopathie ist eine Erfahrungs-Heilmethode. Zu Beginn der Anwendung dieser Heilmethode gehört auch langes Literatur-Studium. Arzneimittelbilder wollen erst einmal verstanden werden, um die Wirkung eines Mittels begreifen zu können.
Die Übertragbarkeit auf das Tier ist dann ebenfalls noch ein sehr umfangreiches Wissen.
Zu einer homöopathischen Therapie gehört somit auch die Entscheidung, ob das gewählte und verabreichte Mittel den Organismus in die gewünschte Richtung „anschiebt“ oder lediglich weitere mitteleigene Symptome hinzufügt.

Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen,
geben wir folgende Hinweis:
Die Homöopathie ist wissenschaftlich umstritten und wird von der
Lehrmedizin nicht anerkannt.

 

Phytotherapie

behandelt Erkrankungen oder auch Befindensstörungen mit ganzen Heilpflanzen, Teilen der Pflanzen oder auch deren Zubereitungen.

Diese Heilmethode hat eine sehr lange Tradition, nicht nur im Bereich der Behandlung der Menschen, sondern auch ihrer Haustiere. Archäologische Funde aus der prähistorischen Zeit beweisen, dass der Mensch die Pflanzen nicht nur als Nahrung oder Baumaterial, sondern auch als Heilmittel einsetzte.

Durch Beobachtung, Erfahrung und Weitergabe dieses Wissens von der Urzeit bis heute baute sich ein umfassendes Therapiesystem auf. Die Anwendungen können innerlich wie äußerlich geschehen, in Form von getrockneten Pflanzen, Tees, Tabletten, Salben oder Tropfen. Im Bereich der Ergänzungsfuttermittel spielen gerade heute bei der Fütterung die Heilkräuter eine wichtige Rolle, denn Stoffwechsel, Darmfunktion, Immunsystem und Alterungsprozess lassen sich mit ihnen positiv beeinflussen.
Beispiele aus der Praxis:
Birkenbätter wirken schwach saluretisch ( Salz austreibend, für vermehrte Salzausscheidung mit dem Harn sorgend)
und antipyretisch (fiebersenkend oder vor Fieber schützend) unterstützen somit die Ausschwemmung und Entgiftung.

Löwenzahn und Mariendistel unterstützen die Leber. Mariendistel und ihre Früchte unterstützen die Fettverarbeitung im Körper. Löwenzahn steigert zudem die Ausscheidung von Giftstoffen, was die Leber wiederum entlastet. Wirkt antirheumatisch und lindert Ekzeme und andere Hauterkrankungen.

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